GeSuS e.V.

Geschichte, Organisation, Ziele



Die "Gesellschaft für Sprache und Sprachen" (GeSuS) e.V. wurde im Frühjahr 1987 als eingetragener Verein gegründet. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke wie die Förderung der Vermittlung und der interdisziplinären Erforschung von Sprache und Sprachen. Über die linguistische Beschreibung der Sprachen hinaus wird angestrebt, auch deren philosophische, psychologische, soziologische, biologische und vor allem politische Aspekte zu erforschen. Desweiteren sollen nichtsprachliche Kommunikationsmittel und Zeichensysteme Berücksichtigung finden. GeSuS beschäftigt sich also sowohl praktisch als auch wissenschaftlich mit Sprache und Sprachen.

Der Bereich unserer Aktivitäten umfaßt Publikationen zum Thema Sprache, Durchführung von Forschungsprojekten und Organisation von Veranstaltungen zur Verbreitung von Sprachkenntnissen, insbesondere Vermittlung von Sprachunterricht.

Die GeSuS strebt die Umsetzung linguistischer Projekte an, deren Durchführung im universitären Bereich allein nicht gewährleistet ist. Für uns SprachwissenschaftlerInnen soll also die akademische Laufbahn nicht die einzige Berufsmöglichkeit bleiben.

Daher ist es auch eines der wichtigsten Ziele von GeSuS, Arbeitsmöglichkeiten für LinguistInnen außerhalb der Universitäten zu schaffen und zu vermitteln. In der Abteilung für Sprachunterricht konnte dieser Gedanke gut eineinhalb Jahrzehnte lang verwirklicht werden. Ein weiteres Betätigungsfeld ist natürlich die Forschung. Hier ist es nötig, mit Fremdmitteln (z.B. Spenden / Projektaufträgen) und durch die Mitgliedsbeiträge entsprechende Projekte zu finanzieren.

Es wurde von Mitgliedern und nicht-Mitgliedern wiederholt die Frage gestellt, wofür die GeSuS die Mitgliedsbeiträge verwendet, bzw. worin der Hauptnutzen einer Mitgliedschaft bei der GeSuS bestehe. Die Antwort ist denkbar einfach: Ohne ihre Mitglieder würde es die GeSuS gar nicht geben. Mittlerweile wird die Arbeit der GeSuS fast nur noch durch die Mitgliedsbeiträge und eine geringe Anzahl von Spenden finanziert. Die Streichung der öffentlichen Mittel, die im Zuge der allgemeinen Sparpolitik eingestellt wurden, führte bereits im vergangenen Jahr zur Einstellung der Arbeit der Abteilung für Sprachunterricht. Dies ist um so bedauerlicher, als unser Engagement in diesem Bereich nach wie vor sehr erfolgreich war und sogar noch im letzten Jahr Anfragen wegen der aktiven Mitarbeit in dieser Abteilung kamen. Aus eigenen Mittel kann die GeSuS die Kurse nicht finanzieren, und es bleibt nur, auf eine baldige Besserung der Finanzlage zu hoffen.

Die GeSuS ist eine gemeinnützige Vereinigung. Sie hat keinen präsidialen Vorstand, sondern ein Führungskollegium bestehend aus den drei Leitern für die Arbeitsbereiche Sprachunterricht (Michael Stenger), Publikationen (Robert Pittner, der zudem Schatzmeister der GeSuS ist) und wissenschaftliche Veranstaltungen (Peter Öhl, der zugleich die Zeitschriftenredaktion leitet). 

Obgleich nahezu die gesamte Arbeit der GeSuS auf Ehrenämtern beruht, ist die Organisation einer solchen Gesellschaft kostenaufwändig. So kann beispielsweise für die Herstellung der Zeitschrift für Sprache und Sprachen nur zeitweise eine Sekretärin beschäftigt werden, was leider immer wieder zu Verzögerungen beim Erscheinen der Zeitschrift führt. Seit Jahren versucht die GeSuS dennoch, ein internationales Forum für SprachwissenschaftlerInnen zu bieten, sowohl für Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder, die mit ihrer Hilfe ihre Arbeit an die Öffentlichkeit bringen und sich zumindest einmal jährlich zum persönlichen Austausch treffen können. Besonders in Osteuropa erfreut sich die GeSuS wachsender Beliebtheit. Gerne würden wir auch weiterführende Projekte initiieren, wenn die Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung ständen.

Die GeSuS benötigt nicht nur fördernde Mitglieder, für deren finanzielle Unterstützung die Gesellschaft natürlich dankbar ist, sondern insbesondere aktive Mitglieder, die sich an der Arbeit der GeSuS beteiligen. Besonders die Abteilung für wissenschaftliche Publikationen braucht dringend Unterstützung bei der Editionsarbeit, da es in der Vergangenheit wegen Personalmangels wiederholt Engpässe gab, deretwegen die Zeitschrift für Sprache und Sprachen nicht regelmäßig erscheinen konnte. Hierfür bittet die GeSuS vor allem die AutorInnen um Verständnis, die schon länger Beiträge eingereicht haben, welche noch nicht erscheinen konnten. Gleichzeitig weisen wir jedoch darauf hin, dass verstärkte Mitarbeit durch die GeSuS-Mitglieder äußerst wünschenswert wäre. 

GeSuS dankt Ihnen im Voraus, wenn Sie unsere Arbeit durch aktive oder fördernde Mitgliedschaft unterstützen wollen. GeSuS-Mitglieder erhalten zudem die Zeitschrift für Sprache und Sprachen kostenlos und können an unseren Veranstaltungen zu ermäßigten Gebühren teilnehmen.


Die GeSuS ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden und
Mitgliedsbeiträge sind daher steuerlich abzugsfähig!


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GeSuS /wm/letzte Änderung: 08.07.09 (Peter Oehl)